Fachbegriffe

Acrylverdünnung
Lösungsmittel, das eingesetzt wird um Acryllacke, Klarlacke und konventionelle Basislacke zu verdünnen.

1K
Einkomponentige Systeme (z.B. Nitrolacke, Kunstharz-Lacke) trocknen an der Luft und härten dabei aus.

2K
Zweikomponentige Systeme (z.B. Acrylharz-Basis) trocknen nur durch Zugabe von Härtern

Acrylharzlack
Auf der Basis von Acryl hergestellte Lacke von hervorragender Klarheit, Lichtbeständigkeit und Glanzhaltung.

Antisilikonzusätze
werden vom Lackierer nur in Notfällen eingesetzt. Ist eine Altlackierung als Untergrund durch Poliermittel stark mit Silikon vernetzt, reicht oft das Abwaschen der zu lackierenden Teile mit einem Silikonentferner nicht aus. Beim ersten Lackauftrag zeigen sich im frischen Naßfilm kraterförmige Verlaufsstörungen (Silikonkrater). Vor dem zweiten Lackauftrag müssen hier dem fertigen Spritzmaterial mit einer Pipette etwa 5 bis 10 Tropfen eines Verlaufmittels zugegeben werden, die den Lack beim nachfolgenden Auftrag auch an der vorher gestörten Oberfläche verlaufen lassen.

Basislack
Bei einer Mehrschichtlackierung ist dies farbgebende Schicht, häufig mit Effektpigmenten z.B. Metallic, Perleffekt, farbwechselnden Effekten je nach Lichteinfall etc. versehen.

Beispritzen
hier wird von der Reparaturstelle aus nach außen hin ein immer dünner werdender Rand lackiert, bis die neue Lackschicht fließend in die Altlackierung übergeht

Beispritzverdünnung
eine scharfe Verdünnung, die eingesetzt wird um bestehende Lackschichten anzulösen, damit ein weicher Farbübergang entsteht.

Einkomponentige Systeme
(z.B. Nitrolacke, Kunstharz-Lacke) trocknen an der Luft und härten dabei aus.

Elastifizierer
umgangsprachlich Weichmacher, ein Lackzusatz, der verwendet wird um Lack dauerelastisch zu machen. Wird insbesondere bei der Lackierung von elastischen Bauteilen, Kunststoffteilen, Stosstangen oder Body Kits verwendet.

Epoxd
ein Harz, das in Grundierungen oder Füllern verwendet wird, Epoxd Materialien bieten einen hervorragenden Rostschutz.

Flip Flop-Lackierungen
sind eine Sonderform des Metalliclacks, welche je nach Blickwinkel einen von zwei Farbtönen zeigen .

Füller
hat die Aufgabe, Unebenheiten im Untergrund „aufzufüllen“, damit diese nicht anschließend in der sehr dünnen Decklackierung sichtbar werden. Der Füller wird nach dem trocknen glatt geschliffen.

Grundierfüller
ist ein Werkstoff der die Funktion von Grundierung und Füller vereint. In der Regel 2K-Acrylfüller.

Grundierung
auf das nackte Blech wird eine Korrosionsschutz-Grundierung aufgetragen, die zu einer sehr guten Haftung mit dem Blech führt und damit Korrosion verhindert oder zumindest verlangsamt.

Härter
oder Trocknungszusätze sind Bestandteile, die dem Lack beigemischt werden, um eine schnellere Durchtrocknung des Lackfilms zu erreichen. 2K-Acryllacke oder 2K-Klarlacke härten ohne den anteiligen Härterzusatz überhaupt nicht aus. Der Lackfilm bleibt ohne Härter reversibel und ist nicht widerstandsfähig.

Hohlraumversiegelung
ein Konservierungsmittel für Hohlräume auf Wachsbasis, das einen guten Korrosionschutz bietet und eine hohe Kriecheigenschaft hat.

Klarlack
ist transparenter Lack. Klarlack wird in der Regel als 2K(Komponenten)-Lack verwendet, bei dem Stammlack und Härter erst kurz vor der Verarbeitung vermischt werden. Der glasklare Überzuglack ist ein Zweikomponenten-Acrylharz. Das Mischungsverhältnis Klarlack zu Härter oder Zusatzlack beträgt 2 zu 1. Zu dieser Mischung kommt dann noch etwa 10% Verdünnung, um den Lack auf die richtige Viskosität einzustellen.

Kunststoffhaftvermittler
eine Kunststoffgrundierung, die eine Haftung von Grundierung, Füller oder Lack auf Kunststoffen ermöglicht. Wird dünn aufgenebelt und muss zügig überlackiert werden.

Mattierungszusätze
sind in der Regel in Pastenform. Sie eignen sich als Zusätze für alle Autolacke und vermindern den Glanzgrad der ursprünglich hochglänzenden Werkstoffe bis zur matten Oberfläche. Mit etwas Erfahrung kann man damit eine gute Glanzanpassung an verwitterte Altlackierungen erzielen.

Metallic-Lacke
sind gemeinhin Zweischicht-Lacke. Sie bestehen aus der Farbschicht mit den Metall- und Farbpartikeln und einer anschließend aufgebrachten - zweiten - Schicht aus Klarlack. Kamen bei der Farbschicht früher im allgemeinen Kunstharzlacke zum Einsatz, so besteht diese bei modernen Fahrzeugen ausschließlich aus Lacken auf Acryl- oder Wasserbasis.).

Perleffekt-Lacke (Perlmutt-Lacke)
sind eine Sonderform des Metalliclacks, die durch die Beimengung von Perlglanzpigmenten eine erhöhte Farbbrillanz aufweisen.

Primer
englischer Begriff für -> Grundierung

Silikonentferner
ein Mittel zum Entfernen von Silikonrückständen, die oft durch Polituren auf dem
Lack entstehen. Silikonrückstande führen zu Lackfehlern.

Spachtel
werden eingesetzt um Unebenheiten auf der zu lackierenden Oberfläche auszugleichen.
Hier kommen folgende Spachtel zu Einsatz:
- Nitro / Glättspachtel für kleinste Unebenheiten, Haarrisse
- Feinspachtel zum Ausgleichen kleiner Unebenheiten wie Steinschläge und Kratzer.
- Füllspachtel für größere Unebenheiten und kleine Beulen.
- Glasfaserspachtel für große Unebenheiten
- Konturenspachtel für Kunststoffe, Konturenspachtel bleiben dauerelastisch und vermeiden ein Ablösen des Spachtels von der Kunststoffoberfläche.
- Kombispachtel sind universell einsetzbare Spachtel.
- Spritzspachtel, mit einer Spritzspachtelpistole aufzutragender Füllspachtel.

Thermolack
temperaturbeständiger Lack, der eingesetzt wird um Auspuff oder Motorteile zu lackieren. Thermolacke sind in der Regel bis 600 oder 800 Grad hitzebeständig.

UBS
Unterbodenschutz, eine Rostschutz-Beschichtung, meist aus einer Mischung aus Kautschuk, Bitumen. Schützt vor Korossion und Steinschlag und entdröhnt. Die meisten Materialien sind überlackierbar.

Universalverdünnung
ein Lösungsmittel, das eingesetzt wird um Kunstharzlacke zu verdünnen und das zur Reinigung verwendet wird.

Verdünnung
(Lösemittel) Eine Lackfarbe wird verdünnt, damit sie besser streich- oder spritzfähig ist. Für Acryllacke, Klarlacke und konventionelle Basislacke wir Acrylverdünnung. Für Kunstharzlacke wird Universalverdünnung eingesetzt. Wasserlacke werden mit normalem Wasser oder technischem Wasser verdünnt, dies ist vom Hersteller des Lacks abhängig.

Zusatzmittel
Zusatzstoffe werden den Lacken erst vor der Verarbeitung beigegeben. Der Lackierer hat hier die Möglichkeit, selbst die vorgegebenen Eigenschaften der gelieferten Lacke zu verändern. Siehe auch-> Aktivator , Trocknungszusätze, Antisilikonzusätze, Elastifizierer

Zweikomponentige Systeme
(z.B. Acrylharz-Basis) trocknen nur durch Zugabe von Härtern.

Zweischicht-Lackierung
Diese Art der Decklackierung ist heute Standard. Auf den farbgebenden Basislack wird nach kurzem Ablüften ein Zweikomponenten-Klarlack aufgetragen. Der Basislack ist ein Einkomponenten-Material mit matter Oberfläche.
Diese Art der Zweischicht-Lackierung gewährt eine sehr gute Dauerhaftigkeit. Der Zweikomponenten-Klarlack ist sehr hart und schützt die Basislackierung vor Abrieb, Verwitterung und chemischen Angriffen.